Evakuierung St. Bernhard Hospital (Teil2)  vom 18.02.2009

Gegen 13.30 Uhr treffen wir im Bereitstellungsraum in Kamp-Lintfort ein.
Die Helfer aus dem vorausfahrenden Fahrzeug haben bereits die Lage erkundet und ein Zelt für die Personenauskunft errichtet. Der Gruppenführer weist mich in die Situation ein.
Wir bleiben weiterhin in Bereitstellung auf unserem Parkplatz an der Sporthalle Eyller Straße. In der Halle ist der erste von zwei Behandlungsplätzen von Kräften der 2., 4. und 6. Einsatzeinheit zur Aufnahme von evakuierten Patienten aus dem Krankenhaus bereit.
Gegen 14.15 Uhr kommt dann ein Auftrag: „Zubereitung und Ausgabe einer Warmverpflegung und Getränken an die ca. 500 eingesetzten Kräfte von DRK, JUH, MHD, THW, Polizei und Feuerwehr.
Der Einkauf und die Zubereitung werden je zur Hälfte an die Verpflegungstrupps der 2. und unserer Einsatzeinheit delegiert.
Vor Ort nehme ich Kontakt mit der Einsatzleitung auf. Hier bekomme ich die Adressen der im Stadtgebiet eingerichteten Hilfsstellen und die Helferzahlen die an diesen Stellen versorgt werden müssen.
250 Liter Erbensuppe brauchen ihre Zeit um heiß zu werden, aber um 16.30 Uhr treffen fast gleichzeitig die Fahrzeuge aus Voerde und Wesel mit der Verpflegung bei uns ein.
Die Verteilung beginnt.
150 Portionen gehen zum 2. Behandlungsplatz an der Sporthalle Fliednerstraße. Dieser wird mit überörtlicher Hilfe aus dem Kreis Viersen betrieben.
Weitere 120 Helfer sind am 1. Behandlungsplatz incl. unserer - mittlerweile 34 Helfer - beschäftigt.
Zum Betreuungsplatz in der Glück-Auf-Halle gehen 50 Portionen und an den Rettungsmittelhalteplatz im Bereich der Kreuzung Eyller Straße / Bürgermeister-Schmelting-Straße gehen nochmal 40 Portionen.
Für den Rest von 140 Portionen wird von uns eine Ausgabestelle im Bereich der Krankenhausanfahrt eingerichtet. Das alles passiert innerhalb einer guten halben Stunde.
Ab 18.30 Uhr kommen von den einzelnen Stellen die Rückmeldung, dass alle Helfer sich gut verpflegt hätten. Um 19.00 Uhr hat auch unsere Verpflegungsstelle am Krankenhaus leere Töpfe. Ich entscheide nach Rücksprache mit dem Einsatzleiter den Rückbau aller von uns getroffenen Maßnahmen.
Noch während wir unser Material sortieren und verlasten, wird als letzte Stelle auch der 1. Behandlungsplatz aufgelöst. Mit unserem Abrücken um 19.35 Uhr sind auch alle Patienten nach gründlicher Durchsuchung des Krankenhauses durch ca. 120 Polizeibeamte wieder auf ihren Stationen.
Nach Ankunft in der Unterkunft kann ich um 20.30 Uhr mit einem guten Gewissen zur einer kurzen Abschlussbesprechung rufen.
Resümee: Auf unsere Helfer ist in allen Fällen Verlass!
Auch während ihrer regulären Arbeitszeit haben alle gemeinsam nahezu in kurzer Zeit die Sollstärke unserer Einsatzeinheit erreicht.
Hier ist ein entsprechend großer Dank an alle Arbeitergeber notwendig. Sie stellen ihre ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter für solche Notlagen von der Arbeit frei und verzichten in dieser Zeit auf ihre eigenen Belange.
Ich wünsche mir immer solche reibungslos verlaufende Einsätze.


Links zum Thema
  • Bericht RP
  • Bericht NRZ
  • Fotos NRZ